Schulung

Post-Editing maschineller Übersetzungen

Meistern Sie den Marktwandel und machen Sie Ihre Services fit für die Zukunft

In den letzten zehn Jahren ist Post-Editing zu einer beliebten Option für Unternehmen geworden, die ihre Inhalte für eine globale Zielgruppe in verschiedenen Sprachen bereitstellen möchten. Mit der Entwicklung neuronaler maschineller Übersetzungstechnologie liegt der Schwerpunkt nun wieder verstärkt auf maschineller Übersetzung (MÜ) und auf Post-Editing. Die technischen Verbesserungen und die anhaltende Nachfrage nach Post-Editing sind für Übersetzer eine wichtige Chance mit Wachstumspotenzial. 

Das Berufsprofil „Übersetzer“ entwickelt sich im Einklang mit den neuen Anforderungen in Bezug auf Übersetzungen und Technologie. Eine dieser Anforderungen besteht darin, das Post-Editing als festen Bestandteil der Kompetenzen eines Übersetzers anzubieten. Die derzeitigen technischen Fortschritte, insbesondere bei neuronaler MÜ, stellen keine Bedrohung der Rolle des Übersetzers dar. Stattdessen verändern und erweitern sie diese Rolle und bieten neue Chancen. Wer sich den neuen Anforderungen stellt, trägt zur Zukunftsfähigkeit der Rolle des Übersetzers bei und erhöht die Beschäftigungsfähigkeit in einem Berufsfeld, das eng mit Übersetzungstechnologie verknüpft ist und dies auch in Zukunft bleiben wird.

Vorteile des Post-Editing-Kurses

Die Trados Post-Editing-Zertifizierung wurde für Übersetzer konzipiert, die ihr Übersetzerprofil um Post-Editing-Fähigkeiten erweitern möchten. Mit der Zertifizierung erwerben Übersetzer die nötigen Kenntnisse für die erfolgreiche Arbeit als Post-Editor. Mit dem Post-Editing-Zertifizierungskurs möchten wir unsere Erfahrungen mit MÜ und PE weitergeben und die kontinuierliche Weiterbildung und Aneignung neuer Fähigkeiten unterstützen.

Im Rahmen der Post-Editing-Zertifizierung wird der Übersetzer in die Techniken und Fertigkeiten im Zusammenhang mit dem Post-Editing maschineller Übersetzungen (PEMÜ) eingeführt. Der theoretische Überblick über maschinelle Übersetzung und Post-Editing wird durch Best Practice-Empfehlungen und Beispiele aus der Praxis ergänzt.

Der Kurs gibt Einblick in typische Eigenheiten der MÜ und vermittelt Übersetzern die grundlegenden Kenntnisse und Strategien für effizientes Post-Editing. Mit dieser Wissensgrundlage sind Übersetzer für das Post-Editing gerüstet und in der Lage, den Marktwandel mitzuvollziehen und ihre Karriere zukunftssicher zu gestalten.

   

Kursdetails

Einführung

Im Zertifizierungskurs werden die Bedeutung des Post-Editing sowie die Auswirkungen von Technologie auf die Rolle des Übersetzers erläutert. Maschinelle Übersetzung wird vor dem Hintergrund künstlicher Intelligenz und der zunehmenden Automatisierung im Alltag betrachtet. Es wird ein kurzer Überblick über die Geschichte der maschinellen Übersetzung (MÜ) im Allgemeinen wie auch bei Trados im Besonderen präsentiert. Im Anschluss an den geschichtlichen Rückblick werden maschinelle Übersetzung und Post-Editing als Teil des gesamten Lokalisierungsprozesses vorgestellt. Wir untersuchen, welche Auswirkungen die Entwicklungen bei maschineller Übersetzung auf die Lokalisierungsbranche haben und wie sie es Unternehmen ermöglichen, mehr Inhalte in kürzerer Zeit zu übersetzen. Bei der Implementierung maschineller Übersetzung sind sowohl die geschäftlichen Erwartungen als auch die Bedürfnisse der Übersetzer zu berücksichtigen. Inhalte verändern sich ständig, und es muss abgesteckt werden, in welchen Fällen Post-Editing eine geeignete Alternative zur konventionellen Übersetzung ist.

MÜ-Technologien

Als Nächstes befassen wir uns mit den verschiedenen MÜ-Technologien, mit besonderem Augenmerk auf der neuronalen maschinellen Übersetzung. Bei einem normalen MÜ-System (SMT) „erlernt“ die Engine das Übersetzen, indem große Mengen zuvor übersetzter Inhalte analysiert werden. Ein neuronales MÜ-System (NMT) hingegen lernt aus den Zusammenhängen zwischen Ausgangs- und Zieltexten und nimmt eigenständig Anpassungen vor, um die Wahrscheinlichkeit richtiger Übersetzungen zu erhöhen. SMT wird zwar noch in einigen Workflows verwendet und entsprechend auch im Zertifizierungskurs behandelt, aber bei Trados ist NMT mittlerweile die bevorzugte Technologie. Der Kurs gewährt Einblick in die Vorgänge beim Erstellen und Testen von MÜ-Lösungen.

Post-Editing

Der nächste Schritt des Prozesses ist das Post-Editing (PE), also die Nachbearbeitung der MÜ-Ergebnisse. Post-Editing bedeutet, dass ein Übersetzer Texte nachbearbeitet, die durch Software zur maschinellen Übersetzung vorübersetzt wurden. Bei MÜ-Projekten tritt Post-Editing an die Stelle konventioneller Übersetzung. Es handelt sich um eine Fertigkeit, die von Übersetzern im Laufe der Zeit und mit wachsenden Erfahrungen entwickelt wird – im Zusammenhang mit PE sprechen wir von einer Lernkurve. Der Markt unterscheidet zwischen leichtem und vollständigem Post-Editing, und beide Konzepte werden in den Kursmaterialien erläutert. Der Kurs umfasst eine ausführliche Beschreibung der Post-Editing-Phase. Sie erfahren unter anderem, wie Sie Post-Editing effizient bearbeiten und auf welche allgemeinen Muster und Verhaltensweisen maschineller Übersetzung Sie beim Post-Editing achten müssen. Auch typische NMT-Verhaltensweisen werden im Detail beschrieben, um Übersetzer auf die Arbeit mit NMT-Ergebnissen vorzubereiten.

Im Zertifizierungsleitfaden wird erläutert, wie Sie maschinelle Übersetzung in Trados Studio nutzen können.

Abschließend besprechen wir, wie die mit NMT verbundenen Qualitätsverbesserungen dazu führen, dass die Technologie mittlerweile für noch mehr Inhalte und Sprachpaare eingesetzt werden kann, und inwiefern maschinelle Übersetzung neue und erweiterte Übersetzerprofile mit sich bringt.

Die Anhänge enthalten detaillierte Informationen zu automatisierten Bewertungen von MÜ-Ergebnissen sowie eine Vielzahl mehrsprachiger Beispiele aus der Praxis.

Details zur Zertifizierungsprüfung

Die Prüfung ist online verfügbar und umfasst 30 Multiple-Choice-Fragen, die sich auf das Begleitmaterial beziehen. Prüfungsteilnehmer haben drei Versuche, um die Prüfung zu bestehen und den Zertifizierungsstatus zu erreichen.

Insgesamt werden pro Prüfung 30 Fragen gestellt, von denen zum Bestehen 20 richtig beantwortet werden müssen.

Für die Beantwortung der Prüfungsfragen stehen 30 Minuten zur Verfügung.

Am Kursende erhalten die Teilnehmer, die die Prüfung erfolgreich absolviert haben, den Zertifizierungsstatus und dürfen das Logo, das sie von ihrem SDL Konto herunterladen können, in ihrer persönlichen Kommunikation verwenden.